Hände mit einem Foto

Reisebericht Ostern 2009

Zwei Wochen Sonnenschein Syltreise vom 4.4.-17.4.2009

 Zwölf Kinder mit vier Betreuern nahmen an der diesjährigen Osterreise ins Rosemarie-Fuchs-Haus auf der Nordseeinsel Sylt teil.

Voller Vorfreude und mit der Hoffnung auf gutes Wetter im Gepäck vergingen die sechs Stunden Zugfahrt (incl. Umsteigen) wie im Fluge und völlig problemlos. Bei unserer Ankunft in Westerland konnten wir wegen starken Nebels nicht viel erkennen. Dafür wurden wir von der neuen Hausdame Frau Gierke-Lubienz umso herzlicher empfangen.

Im Rosemarie-Fuchs-Haus angekommen wurden die Zimmer verteilt und Essen gekocht. Danach ging es gemeinsam an die Planung für die kommenden zwei Wochen, an die Einteilung der Küchendienste und auch ganz wichtig: die Verhaltensregeln. In der Hoffnung, dass sich der Nebel bis zum nächsten Morgen verzieht, gingen wir schlafen.

Wir wurden nicht enttäuscht – zwei Wochen lang hat uns jeden Morgen die Sonne begrüßt. Deshalb waren wir oft am Strand und haben Volleyball und Boccia gespielt, Muscheln gesucht oder selbst gebackenen Kuchen gegessen.

Es war sehr entspannend, im Sand zu liegen, sich von den Sonnenstrahlen kitzeln zu lassen und den Wellen zu lauschen. Einige wirklich mutige waren bei 8 Grad Wassertemperatur sogar baden.

Neben dem tollen Wetter hatte die Insel noch jede Menge mehr zu bieten. Wir waren in Westerland im Schwimmbad und haben die Rutschen unsicher gemacht. Unser Geschick konnten wir beim Minigolf unter Beweis stellen. Im Kino waren wir auch und haben den Film „Der Kaufhauscop“ gesehen. Der Film war toll. Für die Betreuer allerdings nicht so sehr – die sind während der Vorstellung eingeschlafen!

Ein tolles Erlebnis war der Besuch des Zentrums für Naturgewalten, das es seit diesem Jahr in List gibt. Dort konnte man mit Hilfe von tollen Animationen auf eindrucksvolle Weise alles Wissenswerte über die Entstehung von Ebbe und Flut und die Auswirkungen auf die Natur erfahren. Zusätzlich konnten wir eine Wissens-Ralley machen. Um das gesuchte Lösungswort zu finden, mussten wir uns mit verschiedenen Fragen auseinandersetzen. Die Antworten fanden wir versteckt in den verschiedenen Teilen der Ausstellung und haben somit das Ganze noch aufmerksamer betrachtet.

Eine Fahrradtour zum Weststrand stand auch auf dem Programm. Nach mühevollem Start – die Mädchen waren „allergisch“ auf Fahrradhelme – sind wir insgesamt 10km geradelt und haben dabei die tolle Dünenlandschaft genossen. Zurück im Rosemarie-Fuchs-Haus haben wir zusammen mit Frau Gierke-Lubienz gegrillt und einen tollen Sonnenuntergang miterleben können.

 

Mit der „Rosa Paluka“ - einem kleinen Fischkutter – haben wir einen Ausflug zu den Seehundbänken gemacht. Die Seehunde waren ganz schön weit weg, aber man konnte sie erkennen. Dann haben die Fischer auf dem Boot das Fangnetz ausgeworfen und wir konnten mal sehen, was so alles in der Nordsee rumschwimmt. Seeigel, kleine und große Seesterne und Krabben haben uns aus dem Fischernetz angelächelt. Aber keine Angst – wir haben alles wieder zurück ins Meer geworfen.

Beim Kerzenziehen waren wir sogar zweimal. Es hat wirklich großen Spaß gemacht und wir konnten uns so unser Mitbringsel für zu hause selbst machen.

Zu Ostern haben wir Kuchen gebacken, Eier ausgeblasen und diese dann mehr oder weniger kunstvoll gestaltet. Á propos Ostern: Der Osterhase war auch da und hat Süßigkeiten und eine kleine Überraschung für jeden im Garten versteckt. Fürs nächste Mal müssen sich die Betreuer allerdings schwierigere Verstecke einfallen lassen.

Ein Highlight war das Kochduell, bei dem wir mit einem Budget von 10€ das Abendessen kochen sollten. Es gab zwei Teams, die gegeneinander antraten. Der Jury, bestehen aus den hungrigen Betreuern, fiel es sehr schwer, ein Gewinnerteam zu küren. Beide Teams haben ein tolles Essen gezaubert und mit einer phantasievollen Dekoration für eine gemütliche und besinnliche Atmosphäre gesorgt. Für die Entscheidung der Jury war letztlich der Umgang miteinander und der Zustand der Küche nach dem Kochen den ausschlaggebend. Der Gewinnerpreis war ein Besuch bei „Gosch“, wo es wahnsinnig leckere Fischbrötchen gibt.

Auf dem Dachboden im Rosemarie-Fuchs-Haus haben wir einen Masken- und Filmeabend veranstaltet. Die Mädchen haben wohltuende Gesichtsmasken besorgt und alle damit „behandelt“. Bei dem Film Keinohrhasen haben wir zusammen mit den Betreuern herzhaft gelacht.

Auch der Tischtennisraum wurde rege genutzt. Für das geplante Turnier war zum Schluss leider keine Zeit mehr.

Wir kehrten mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach Berlin zurück und wurden von unseren Eltern am Bahnhof empfangen. Es gab sogar einige Freudentränen.

Diese beiden Wochen waren für uns unvergesslich.

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Letzte Aktualisierung: 19.1.2018
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