Hände mit einem Foto

Geschwisterwochenende vom 26. bis 28. Juni 2015

Auszeit für Geschwister am Irmengard-Hof

Vom 26. bis 28. Juni 2015 hieß es am Irmengard-Hof der Björn Schulz Stiftung wieder  „Auszeit für Geschwister von schwerkranken und behinderten Kindern“. Neun Geschwisterkinder im Alter zwischen acht und 14 Jahren verbrachten das Wochenende in einer Freizeit, die von der Stiftung in Kooperation mit der Pfennigparade in München organisiert wurde.

Die Münchner Kinder wurden am Freitagnachmittag mit einem Shuttleservice der Stiftung abgeholt. Am Irmengard-Hof angekommen warteten schon die Kinder, die aus der Region anreisten und gemeinsam wurden dann die Schlafquartiere – schöne, große Zimmer mit eigenem Bad und WC - bezogen. Offiziell startete die Gruppe mit einer stärkenden Brotzeit im großen Gewölbesaal, bei der erste Kontakte geknüpft wurden. Die Fragen „Was gibt’s zum Essen?“ und „Wer kocht mit wem?“ konnten unter Berücksichtigung persönlicher Wünsche schnell geklärt werden, sodass für das leibliche Wohl in den kommenden Tagen gesorgt war.

Noch am Abend lernten sich die Kinder und ihre drei Betreuer Marcel Jahn, Sarah Speichert und Agnes Niederthanner bei kleinen Spielen besser kennen, wobei die Kinder schnell Gemeinsamkeiten untereinander entdeckten. Da für den Samstag Regen angesagt war, wurde das geplante Lagerfeuer spontan von Samstag auf Freitag vorverlegt. Es wurde Feuer geschürt, Stockbrot über dem Feuer gebacken und Gruselgeschichten erzählt. Der erste Abend verging wie im Fluge und alle fielen glücklich in ihre Betten.

Am Samstagfrüh unterstützten einige Frühaufsteher Hausvater Jochen Frank tatkräftig bei der morgendlichen Eselpflege, während sich andere etwas später aus den Betten kämpften. Gemeinsam stärkten sich dann alle bei einem ausgiebigen Frühstück für den Tag. Beim Geländespiel wartete bereits ein „reißender Fluss“, welcher gemeinsam überquert werden musste. Es wurden Strategien entworfen, um ans andere Ufer zu gelangen und dort den Schatz zu plündern. Trotz einsetzender Regenfälle gelang die Überquerung und wurde der Schatz geplündert. Nach einer kurzen „Trocknungsphase“ ging es für den restlichen Vormittag mit einer Gestaltungsaktion im Bastelzimmer weiter, bei der viel Fantasie gefragt war.

Die knurrenden Mägen konnten Mittags mit einer riesigen Portion Spaghetti und einem Eis im Anschluss besänftigt werden. Der Nachmittag stand im Zeichen von Kreativität und Miteinander. Zu Besuch waren Maximilian Neumayerund Felicitas Reitmeier von Moja kwa Moja – Sei selbst das Projekt e.V. Sie unterstützen Kinder und Erwachsene in Ghana und Kenia bei verschiedenen Dingen und fördern die interkulturelle Toleranz und Zusammenarbeit. Die Geschwisterkinder erhielten einen spannenden Einblick in ihre Arbeit und fertigten Freundschaftsarmbänder für die afrikanischen Kinder vor Ort. Zugleich blieb am Spätnachmittag noch genügend Zeit, den kühlen Wassertemperaturen des Chiemsees zu trotzen: Die nahegelegene Badestelle wurde gestürmt und der See für badetauglich erklärt.

Am Abend hieß es „cuocere la pizza“. Jeder belegte sich seine Pizza nach Belieben und es dauerte nicht lange, dann duftete der ganze Irmengard-Hof danach. Der Wettergott war gnädig und vorhergesagter Regen blieb aus. So hieß es erneut: „Zieh die Badehose an!“ und ab zum Bootshaus am Chiemsee. Es wurde gebadet und anschließend der „Werwolf“ in der Runde gesucht.

Gleich nach dem Frühstück am Sonntag ging es ab zum Niedrigseil-Parcours. „Wie schaffen wir das gemeinsam?“, fragten sich alle. Ideen wurden gesammelt und sogleich wurden die ersten Versuche gestartet. Trotz einiger missglückter Durchgänge wurde schließlich die richtige Methode gefunden und alle bewältigten den Parcours mit Bravour. Die Zeit verging auch wieder viel zu schnell, denn es war schon Mittag und es standen „Schnitzel mit Pommes“ auf dem Programm.

Gestärkt ging es für das Gruppenfoto zum letzten Mal ans Chiemseeufer. Die Kinder erzählten noch von ihren Eindrücken der letzten Tage und kamen zum Entschluss: „ Ja; ich möchte gerne wieder an einem Geschwisterwochenende teilnehmen“. Dieser Meinung schlossen sich natürlich auch ihre Betreuer Agnes, Marcel und Sarah an. Bevor es wieder nach München oder direkt nach Hause ging, wurden noch Nummern ausgetauscht und dann hieß es: „Servus, bis zum nächsten Mal!“.

 

 

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Letzte Aktualisierung: 16.1.2018
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