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Am 10. April 2017 ist weltweiter Tag der Geschwister:

Björn Schulz Stiftung informiert über besondere Situation von Geschwistern lebensbedrohlich erkrankter Kinder

  • Geschwister stehen in den betroffenen Familien oft im Hintergrund
  • Geschwisterfreizeit im Rosemarie-Fuchs-Haus in List schafft Ausgleich in der schwierigen Situation

 

Berlin, den 05. April 2017. Der Tag der Geschwister am 10. April 2017 ist ein weltweiter Aktionstag, der auf die Bedeutung von Schwestern und Brüdern hinweist. Schon seit 1995 sollen sie ein Mal im Jahr bewusst wertgeschätzt, wahrgenommen und gefeiert werden.

Die Björn Schulz Stiftung weist anlässlich dieses Tages auf die besondere Situation hin, in der sich die Geschwister von lebensverkürzend erkrankten Kindern befinden. Als Mitglied im Verbund für Geschwister „Jetzt bin ICH mal dran!“ ist die Stiftung an der Entwicklung von präventiven und gesundheitsfördernden Programmen für Geschwister beteiligt.

 

Zeit und Fürsorge kommen oft zu kurz

Geschwister lebensbedrohlich oder lebensverkürzend erkrankter Kinder und Jugendlicher stehen in den betroffenen Familien oft im Hintergrund. „Ihre Belange rutschen in die Zwischenräume, die noch bleiben zwischen Krankenhausbesuchen, Pflege und Betreuung des kranken Kindes“, erklärt Tanja Kiwitt, Psychologinund Koordinatorin für die Geschwisterangebote der Björn Schulz Stiftung. „Die Eltern können ihnen meist nicht so viel Zeit und Fürsorge widmen, wie sie es gern würden.“

 

Durchatmen an der Nordsee: Vom 8. - 15. April im Rosemarie-Fuchs-Haus in List

Im Rahmen der Geschwister-Reisen ist Tanja Kiwitt mit einer Gruppe von 13 Kindern im Alter von sechs bis 12 Jahren und drei weiteren Betreuerinnenim Rosemarie-Fuchs-Haus in List. Der Austausch untereinander, der Zusammenhalt und das Verständnis für die schwere Erkrankung sollen die Kinder mit lebensverkürzend erkrankten Geschwistern in der schwierigen Zeit stärken. Den Eltern zu Hause bietet der Aufenthalt Entlastung, den gesunden Geschwistern Ausgleich und Erholung. Gemäß des Mottos: „Jetzt bin ICH mal dran!" stehen ihre Bedürfnisse und Interessen hier im Mittelpunkt.

 

Wir laden Sie herzlich ein, Tanja Kiwitt und ihre Geschwister-Gruppe im Rosemarie-Fuchs-Haus in List zu besuchen und sich über die psychosozialen Maßnahmen vor Ort zu informieren. Gemeinsame Erfahrungen, Spiel und Spaß schaffen eine Atmosphäre, in der Lebensfreude mit allen Sinnen greifbar wird.

 

Weitere Informationen:

Tanja Kiwitt, Koordinatorin für die Geschwisterangebote der Björn Schulz Stiftung
Tel.: 030/ 398 998 37
Mail: t.kiwitt@bjoern-schulz-stiftung.de

Adresse vor Ort: Rosemarie-Fuchs-Haus, Werner-Schöne-Straße 3, 25992 List

 

Hintergrund: So entstand der Tag der Geschwister

  • Der Weltgeschwistertag, auch Siblings Day genannt, wurde 1995 von Claudia Evart in den USA initiiert. Sie verlor ihren Bruder Alan und ihre Schwester Lisette bei Autounfällen.
  • Als Datum wählte sie den Geburtstag ihrer verunglückten Schwester, den 10. April.
  • Der Tag ist als Ergänzung zum Mutter- und Vatertag gedacht. Evart möchte, dass an diesem Tag die lebenden Geschwister erfahren sollen, dass sie geschätzt und geliebt werden.
  • 1997 gründete Claudia Evart die Siblings Day Foundation.

 

Über die Björn Schulz Stiftung

Die Björn Schulz Stiftung begleitet Familien mit lebensbedrohlich und lebensverkürzend erkrankten Kindern und jungen Erwachsenen bis 35 Jahren ab dem Zeitpunkt der Diagnose, während des Krankheitsverlaufs und über den Tod des Kindes hinaus. Dies geschieht im stationären Hospiz für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene „Sonnenhof“ in Berlin. Darüber hinaus gibt es eine breite Palette ambulanter Dienste in Berlin und überregional für die betroffenen Familien. Für die Erholung stehen Nachsorgehäuser auf Sylt und am Chiemsee zur Verfügung. Die Stiftung ist auf Spenden angewiesen – sie ist Trägerin des DZI Spendensiegels.

 

Pressekontakt:

presse@bjoern-schulz-stiftung.de

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Letzte Aktualisierung: 22.6.2018
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