Hände mit einem Foto

 

Berlin, 1.10.2015. Familienbegleiter schenken einer Familie mit einem lebensverkürzt erkrankten Kind Zeit zur Entlastung. Sie werden vom Ambulanten Kinderhospizdienst der Björn Schulz Stiftung (AKHD) z.B. am  Standort Berlin in die Familien vermittelt. Die tragende Säule dieses Dienstes ist das ehrenamtliche Engagement. Derzeit sind 64 Familienbegleiter in 110 Familien im Einsatz.
Mit der geschenkten Zeit stehen die Familienbegleiter den Familien in ihrem Alltag zur Seite. So besucht z.B. Sarah P. ihre Familie mit der achtjährigen Kira jeden Mittwoch für ca. drei Stunden. Dann hat die Mutter einmal frei. Die Achtjährige liebt es z.B., mit ihrem Elektrorollstuhl in Kaufhäusern herum zu stöbern. Als echter Barbie Fan bekommt sie in den Spielzeugausstellungen immer wieder neue Anregungen und notiert derzeit ihrer Weihnachtswünsche. Allein könnte Kira diese Ausflüge nicht machen, denn die Mutter muss sich an den Nachmittagen auch noch um die Geschwisterkinder kümmern. Die Familienbegleiterin ist mittlerweile eine vertraute Gesprächspartnerin für Kira geworden.

Was macht ein Familienbegleiter?

Der Ambulanten Kinder Hospizdienst der Stiftung ist der älteste Kinderhospizdiensts deutschlandweit und verfügt deshalb über große Erfahrung: Vier Koordinatoren kennen die betreuten Familien sehr gut, ermitteln ihren Bedarf und vernetzen die Familie mit anderen Hilfen, wenn benötigt. Sie kümmern sich um den Einsatz der zu der Familie passenden Ehrenamtlichen, die auch möglichst nah am Wohnort der Familie wohnen sollten.


Wer kann sich ehrenamtlich in der Kinderhospizarbeit engagieren?– Kursbeginn: Januar 2016 Wer etwas Zeit hat, Kinder mag, gern mit anderen Menschen zusammen ist und „familienerfahren“ ist, könnte an dem Ehrenamt „Familienbegleiter“ interessiert sein. Man sollte bereit sein, sich mit dem Thema  Krankheit und Sterben auseinander zu setzen und sich in der Familie an deren Wünschen orientieren.Gesucht werden engagierte Menschen mit Einfühlungsvermögen, Achtsamkeit und hoher sozialer Kompetenz, die sich verantwortungsvoll und tatkräftig in die Familien einbringen möchten. „Männer werden dringend gebraucht. Jungs aus türkischen und arabischen Familien dürfen z.B. meist nur von Männern betreut werden. Auch für Jungen in der Pubertät ist es besser, wenn ein Mann sich um sie kümmert“, sagt Barbara Beuth, Koordinatorin des Ambulanten Kinderhospizdienstes der Björn Schulz Stiftung. Eine spezielle Schulung (100 Stunden), die über das Jahr 2016 verteilt ist, gibt den angehenden Familienbegleiter das nötige Know How. Themen der Ausbildung sind z.B.: Der Umgang mit Abschieden im eigenen Leben, Selbstreflexion, hilfreiche Unterstützung, eigene Grenzen erkennen, eigene Energiequellen anzapfen, Krankheitsbilder, Trauerprozesse - Kindertrauer, Blick auf die Geschwister, Ausflug in die Pflege, Die Schulung ist kostenfrei. Danach ist der Begleiter einsatzbereit.

Familienbegleiter und Familien der Björn Schulz Stiftung stehen zum Interview bereit.

Über die Björn Schulz Stiftung
Die Björn Schulz Stiftung begleitet Familien mit lebensbedrohlich und lebensverkürzend erkrankten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 35 Jahre ab dem Zeitpunkt der Diagnose, während des Krankheitsverlaufs und über den Tod des Kindes hinaus. Dies geschieht im stationären Kinderhospiz Sonnenhof und in zahlreichen ambulanten Diensten. Die Arbeit der Björn Schulz Stiftung wird zu einem großen Teil aus Spenden finanziert.

Die Stiftung ist Trägerin des DZI-Spendensiegels. Interessenten können sich absofort bewerben.


Kontakt und Anmeldung:
Barbara Beuth, 030/398998-281
b. beuth@b joern-schulz-stiftung .de
Mehr Info: www.bjoern-schulz-stiftung.de
facebook.com/BjoernSchulzSTIFTUNG


Pressekontakt:
Hilke Nissen / Wolfgang Kern
Björn Schulz Stiftung
Wilhelm-Wolff-Straße 38
13156 Berlin
T: 030 398 998 30 / 030 398 998 20

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Letzte Aktualisierung: 22.6.2018
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