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Trauerbegleiter-Ausbildung 2018

Berlin, Februar 2018. Auch in diesem Jahr bietet die Akademie der Björn Schulz Stiftung wieder eine Ausbildung zum Trauerbegleiter/zur Trauerbegleiterin. Diese Kurse sind in der Stiftung nun schon Tradition, bereits seit 2012 werden sie durchgeführt.

Abschiede und Trennungen, Sterben und Tod sind Aspekte unseres Lebens. Die Emotion, die hilft Abschied zu nehmen und Verluste zu bewältigen, ist die Trauer. Sie ist eine natürliche Reaktion auf die vielfältigen Verluste von Menschen, von Dingen, von Werten und von körperlicher Integrität. Trauergefühle sind mit psychischen und physischen Reaktionen verbunden und finden ihren Ausdruck in Sehnsucht, Verzweiflung, Erleichterung, Schuldgefühlen, Angst, Wut, tiefer Trauer usw. Der Weg durch die Trauer ermöglicht einen Neubeginn und eine Integration des Verlustes in das neu zu ordnende Leben. Lebensfreude und Lebensmut können wieder entstehen. Dem trauernden Menschen stellt sich die Aufgabe des Loslassens bei gleichzeitiger Entwicklung einer inneren Verbundenheit zu dem, was nicht mehr ist. Der Weg durch die Trauer trägt wesentlich zur physischen und psychischen Gesundheit bei. Inhaltlich geht es in dieser Fortbildung um die Bedeutung von Trauer, Trauerreaktionen und Trauerarbeit.

Demzufolge ist es nicht Aufgabe eines Trauerbegleiters, einen Trauernden zu therapieren. Es geht, ähnlich wie in der Sterbebegleitung, darum, einen schmerzhaften Prozess mit einem betroffenen Menschen durchzuhalten und als Mitmensch an dessen Seite zu bleiben – auch und gerade dann, wenn er vor Schmerz „außer sich“ ist.

Trauerbegleitung eignet sich als Qualifikation für Ehrenamtliche, die einem Mitmenschen in  dieser Weise beistehen wollen. Sie kann für diesen Personenkreis eine natürliche Fortsetzung einer Sterbebegleiter- oder Familienbegleiter-Ausbildung sein. Für Angehörige sozialpflegerischer Berufe, die im Palliativbereich arbeiten, ist sie eine attraktive und sinnvolle Zusatzqualifikation.

Kurszeiten

13.  –  15.04.2018
04.  –  06.05.2018
01.  –  03.06.2018
22.  –  24.06.2018
31.8 – 02.09.2018 
21.  –  23.09.2018
19.  –  21.10.2018

Anmeldungen nimmt Cordula Stork entgegen: c.stork@bjoern-schulz-stiftung.de

 

Über die Björn Schulz Stiftung

Die Björn Schulz Stiftung begleitet, entlastet und stärkt seit über 20 Jahren Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Damit die Familien in ihrer häuslichen Umgebung verbleiben können, werden sie von unterschiedlichen ambulanten Diensten der Stiftung individuell unterstützt. Im Jahr 2017 konnten Sie 600 Familien in Berlin und Brandenburg begleitet werden.

Der Ambulante Kinderhospizdienst entlastet seit 1997 als erster in Deutschland die Familien mit ehrenamtlichen Familienbegleitern. Im Sonnenhof, dem stationären Kinderhospiz der Stiftung in Berlin-Pankow, werden erkrankte Kinder und ihre Familien seit 2002 in Krisensituationen, im Rahmen der Entlastungspflege und in der Sterbephase gepflegt, gefördert und begleitet. Dafür stehen 12 Gästebetten und fünf Elternappartements zur Verfügung.

Für die Erholung stehen Nachsorgehäuser auf Sylt und am Chiemsee zur Verfügung. Die Stiftung ist auf Spenden angewiesen. Sie ist Trägerin des DZI Spendensiegels.

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Letzte Aktualisierung: 22.6.2018
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