Hände mit einem Foto

Familienbegleitung

Foto: Karsten Thielker

Familienbegleitung – Ehrenamtliche Unterstützung für Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern oder Jugendlichen

Seit mehr als 15 Jahren helfen ausgebildete Familienbegleiter/Innen unseres Ambulanten Kinderhospizdienstes (AKHD) Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern. Mit der geschenkten Zeit stehen sie den Familien in ihrem Alltag zur Seite. Zuverlässig sind sie je nach Familiensituation einmal in der Woche für ca. drei Stunden in der Familie und unterstützen Eltern, alleinerziehende Mütter und Väter sowie Angehörige. Sie sind Gesprächspartner/Innen oder leisten praktische Hilfe. Sie begleiten erkrankte Kinder oder deren Geschwister.

Der Einsatz der ehrenamtlichen Familienbegleiter/Innen wird durch die Koordinatorinnen des AKHD  abgestimmt und kontinuierlich sozialpädagogisch begleitet.

 

Aktivitäten von Familienbegleitern mit „ihren“ Kindern

Unsere ehrenamtlichen FamilienbegleiterInnen sind vorwiegend montags bis freitags am Nachmittag in den Familien im Einsatz, manchmal auch am Wochenende. Fast immer werden sie herzlich und stürmisch begrüßt mit der Frage: „Was machen wir heute?“ Die Kinder freuen sich auf neue Erlebnisse und Erfahrungen. Außerdem sind die Wohnverhältnisse nicht immer so, dass jedes Kind ein eigenes Zimmer hat und man sich gemütlich und ungestört zum Spielen zurück ziehen kann. Deswegen sind Unternehmungen sehr gefragt 

Was machen die Kinder gern? Da gibt es die „Klassiker“: Zoo und Tierpark, gern auch öfter bzw. zu verschiedenen Jahreszeiten. Jetzt ist es besonders schön, weil es bald viele Jungtiere geben wird. Zum Beispiel für die Zwillinge Anas und Malek (zu früh geboren), 3 Jahre alt, und für Alisa, 10 Jahre alt und an Epilepsie erkrankt, sind das echte Highlights. Auch Kinobesuche passen das ganze Jahr über – und von manchen Klassikern gibt es ja immer wieder neue Folgen, die Kinder gern sehen möchten. Hina (13 Jahre alt, hat einen kleinen kranken Bruder),  Acelia (13 Jahre alt, ist im Rollstuhl unterwegs) und Mohamed (8 Jahre alt, hat eine schwere Muskelerkrankung) gehen sehr gern ins Kino und schwärmen dann noch lange davon. Toben und Sport stehen ebenso hoch im Kurs – vor allem bei Geschwisterkindern. Schwimmen und Klettern führen die Beliebtheitsliste an, z.B. bei Marie (11 Jahre alt, hat einen kleinen kranken Bruder), Amina (7 Jahre alt, Geschwisterkind – sie hat gerade schwimmen gelernt und möchte weiter üben), Haroun (13) und Daoud (12), die einen kleinen kranken Bruder haben und Steven (11 Jahre, er fühlt sich mit seiner Muskelerkrankung im Wasser besonders wohl). Vor allem erkrankte Kinder mögen oft die ruhigeren Aktivitäten mehr: im Kinder- oder Puppentheater (Samy, 12 Jahre), in der Sternwarte (Saskia, 10 Jahre), im Museum (Mila, 9 Jahre), im „Sealife“ (Mariat, 5 Jahre) oder auch in den „Gärten der Welt“ (Thu, 7 Jahre). Nicht wenige der Kinder, die im Rollstuhl unterwegs sind und selbst nicht sportlich aktiv sein können, lieben entsprechende Sportveranstaltungen live: Fußball im Olympiastadion, Handball in der Max-Schmeling-Halle, Basketball in der Mercedes Benz Arena … Das sind  Dinge, die oft außerhalb des Familienbudgets liegen.

Icon: Seite drucken Icon: Seite per E-Mail empfehlen Icon: Zum Seitenanfang springen
Letzte Aktualisierung: 16.1.2018
Wir übernehmen Verantwortung. Wir helfen.