Hände mit einem Foto

Sternenkinderbeerdigung

Die Sternkinderbeerdigung

Ein Mittwoch wie jeder andere ... 22.10.2014 ?

Nein, ganz gewiss nicht.

Die Kirchturmuhr schlug gerade 10 Uhr, als sich eine kleine Gruppe von Eltern auf dem Neustadt Friedhof in Brandenburg versammelte, um ihre kleinen Sternkinder von dieser Erde zu verabschieden. Die Koordinatorin und ich nahmen ebenso Anteil und wohnten dieser berührenden Verabschiedung bei. In der kleinen Kapelle waren die Sternkinder aufgebahrt. Frau Haupt, die Krankenhausseelsorgerin, sprach über das kurze Verweilen dieser Sternkinder auf der Erde.

Sie sprach von Trauer um das Geschehene, aber auch von Dankbarkeit über die kurze Zeit von dem Erdendasein. Nun konnte für jedes Sternenkind eine Kerze entzündet werden.

Sehr ergreifende Musik umrahmte diese Zeremonie.

Martina Geiersberg trug zwei Gedichte vor, in der die unsagbare Traurigkeit, Verzweiflung und die Liebe zu den verstorbenen kleinen Wesen zum Ausdruck kam.

Dann kam wohl der schwerste Schritt, der Gang zum Grab.

Als die kleine Menschengruppe aus der Kapelle kam, regnete es nur noch einwenig.

Es war, als wären die Tränen ein wenig getrocknet.

Ganz still schritten die Eltern den Urnenträgern hinterher und es war Stille, unsagbare Stille, auf diesem letzten, so schweren Gang.

Mit großer Behutsamkeit wurden diese kleinen Seelen herabgelassen, um nun ihren Frieden zu finden. Jeder der Eltern konnte sich würdevoll von seinem Sternkind verabschieden und Frau Haupt sprach die letzten segensreichen Worte.

Mich hat diese Beerdigung sehr berührt und ich bin dankbar, dass ich dieser sehr würdevollen Verabschiedung beiwohnen durfte.

Es war eben nicht ein Mittwoch wie jeder andere ..., es war der Mittwoch der Sternkinder.

 

von Silvia Thom

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Letzte Aktualisierung: 15.6.2018
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